Bei Kartell übergangen: Fiat fordert Ausgleichszahlung von deutschen Autobauern

31. Juli 2017

BERLIN(ur). Fiat Chrysler Automobiles (FCA) sind zusätzliche Profite in Millionenhöhe entgangen, da die deutschen Autobauer den Autokonzern nicht mit in ihr Kartell aufgenommen haben.  Der Konzern verlangt nun entsprechende Ausgleichszahlungen von Daimler, VW, Porsche und Audi. „Es geht uns nicht vornehmlich um Geld“, so Lucio Minestrone, Vorstandsvorsitzender von FCA. „Gerade wir Italiener fühlen uns der uralten Tradition organisierter Ordnungswidrigkeit zutiefst verbunden“. Hier ausgeschlossen zu werden treffe die Verantwortlichen „im Kern ihres Selbstwertgefühls“. Zugleich signalisierte Minestrone die Bereitschaft, „bei künftigen gemeinsamen Schweinereien gerne dabei zu sein“. Sollten die Pkw-Verkaufszahlen vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen zurückgehen, müsse man über „neue innovative, auf den einzelnen Kunden zugeschnittene Marketingstrategien“ nachdenken. Branchen-Kenner bezweifeln allerdings, dass mit Erpressung, Entführung oder Rufmord massenhaft Umsatzeinbrüche aufgefangen werden können.

Fiat droht mit Konsequenzen bei einem weiteren Kartell-Ausschluss.

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:1962_Fiat_500_–_2012_DC_2.JPG

Wirtschaft

Kommentare sind geschlossen.