Fake-Jobs: Tausende vorgetäuschte Arbeitsstellen in Deutschland

15. März 2017

FAULDORF(ur). Es war nur eine vorgetäuschte Arbeitsstelle. Heute wirft sich Franz A. vor, nicht schon beim Text der Stellenausschreibung misstrauisch geworden zu sein. Jahrelange arbeitete der Beamte als „Referent für sachlose Angelegenheiten“ mit einem Tätigkeitschwerpunkt auf „passive Zeitintegration“. Mit dem Aufkommen der Fake-News hatte den 54-Jährigen die Ahnung beschlichen, dass es sich bei seinem Job auch um etwas nicht Existentes handeln könnte. „Es war mehr so eine Vermutung“, sagt Franz A. heute, „denn man gewöhnt sich einfach schnell daran, dass sich der Montag wie der Beginn des Wochenendes anfühlt.“ Nachdem die Geschichte von A. im Magazin Happinez veröffentlicht wurde, haben sich Tausende von Beamten gemeldet, die offenbar Opfer eines ähnlich gelagerten Betrugs wurden. Franz A. kann in dem Jahre lang gewissenhaft erledigten Fake-Job dennoch etwas Gutes erkennen. Er wurde über die Zeit zum profunden Kenner der Jahreszeiten. „Fenster sind schließlich dafür gemacht, dass man rausguckt“, so der Beamte.

Jahrelang unbeabsichtigt untätig: Franz A.

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