Bundestag: „Stinkefinger“-Antworten soll Debatten verkürzen

18. August 2016

BERLIN(ur). Peer Steinbrück hat als Kanzlerkandidat den „Stinkefinger“ hoffähig gemacht. Sigmar Gabriel hat ihn jetzt pöbelnden Neonazis gezeigt. Nun will auch der Bundestag diese unkomplizierte und leicht verständliche Form der Unmutsbekundung einführen. Künftig wird Parlamentspräsident Norbert Lammert nach einem Redebeitrag die Abgeordneten in Form einer Abstimmung um ein Hand- bzw. Fingerzeichen bitten. Je nach dem in welchem Maß ein Beitrag auf Ablehnung stößt können die Abgeordneten den „Stinkefinger“ zeigen,  sich an die Stirn tippen oder in den Schritt greifen. „Lange, verklausulierte Antwortbeiträge haben somit ein Ende. Die Stimmungslage unter den Abgeordneten wird auf einen Blick deutlich und für jeden leicht verständlich“, teilt das Bundespresseamt mit. Die Parlamentarier kommen zudem durch diese Straffung der Debatten früher in die Sitzungs- bzw. Sommerpause.

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