Gedankenstrich überfordert denkschwache Schüler

12. Dezember 2014

MARZAHN(ur). Worauf ein Gedankenstrich verweist, ist geistig minderbemittelten Schülern nicht zu vermitteln, weil sie mit Nachdenken wenig Erfahrung haben. Deshalb soll nach einem Beschluss des Berliner Senats im Deutsch-Unterricht künftig auf den Gebrauch von Gedankenstrichen  verzichtet werden. „Für viele Schüler gerade aus bildungsfernen Elternhäusern ist es ein Rätsel, was sie mit einem Gedanken anfangen sollen”, erklärt Adelheid Borgschulze-Luschni, Lehrerin an einer Schule im Berliner Bezirk Marzahn. Viele Lehrer seien bereits froh, wenn die Schüler das Schwarze als Buchstaben identifizieren. Oft scheitere der Gebrauch eines Buches bereits daran, dass viele Schüler vergeblich versuchen, durch ein Drüberstreifen mit dem Zeigefinger umzublättern. Zudem verlieren etliche Kinder das Interesse am Buch sobald sie merken, dass man es nicht lauter stellen kann.

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