Statistische Panne: Arbeitsamt zählt von Hautärzten festgestellte „offene Stellen“ mit

21. Juli 2014

BERLIN(ur). Das Arbeitsamt hat Geschwüre mit Jobs verwechselt. Die Zahl der tatsächlich verfügbaren Arbeitsangebote in Deutschland muss daher nach unten korrigiert werden. Dies geht aus einer jetzt bekanntgewordenen internen Studie der Bundesagentur hervor. Jährlich diagnostizieren Hautärzte in Deutschland etwa drei Millionen nicht heilende Geschwüre. Die Daten werden in der Statistik als „offene Stellen“ erfasst und an die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) weitergeleitet. Ein Mitarbeiter hat offenbar „in gleichem Maß übereifrig wie gedankenlos“, so die KBV, die offenen Stellen dem Arbeitsamt gemeldet. Anlass für eine deutliche Korrektur der Arbeitsmarktzahlen gäbe es nicht, erklärte ein Sprecher der Bundesagentur. Denn ein Großteil der Patienten, die an einer offene Stelle leiden, sei arbeitsunfähig. „Die eine führt fast immer zur anderen offenen Stelle“, so die Bundesagentur.

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