Die unheimliche Sekte „Elf Stämme": Aussteiger Mario Gomez packt aus

17. Juni 2014

SALVADOR(ur). Die unheimliche Sekte „Elf Stämme“ ist eine Gruppierung, die, wie sie sich selbst beschreibt, streng nach den Regeln des DFB lebt, einen Ball verehrt und körperliche Züchtigung für ein legitimes Mittel hält, um Spiele zu gewinnen. „Ich hatte keine Kindheit“, sagt Aussteiger Mario Gomez. Schon als Vierjähriger sei er gezwungen worden, einem Ball hinterher zu rennen. In der Hierarchie der Sekte stieg er schnell auf, zuletzt gehörte er einer Elite-Auswahl unter der Leitung eines Jogi L. an. „Oft mussten wir uns stundenlang föhnen“, so Gomez über die irrsinnigen Anordnungen des Sektenführers. Erst jetzt gelang Gomez die Flucht aus einem Trainingsstützpunkt kurz bevor sich die Gruppe nach Brasilien abgesetzt hat. Experten sehen besorgt eine stark wachsende Zahl der Sympathisanten. Derzeit treten sie wieder, oft alkoholisiert und mit schwarz-rot-gelben Tüchern wedelnd, in Massenansammlungen auf. Zur den Gottesdiensten der „Elf Stämme“ unter freiem Himmel kommen oft mehrere Tausend Besucher. Die Sekte nennt die Versammlungen „public viewing“.

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