Hunderte Christbäume aus Zwangshaltung befreit

10. Dezember 2013

MÜNCHEN(ur). Aktivisten der „Weihnachtsbaum-Befreiungsfront (WBBF)“ haben in verschiedenen Städten Verkaufsplätze für Christbäume gestürmt und nach eigenen Angaben mehrere hundert Bäume befreit. „Wir hatten es schon befürchtet. Die meisten waren bereits tot“, berichtet Heinz Also, erster Kommandant der WBBF-Brigade München. „Auf kleinstem Raum zusammengepfercht und eingeschnürt in enge Netze hatten sie keine Chance.“ Die Stimmung in der Brigade sei entsprechend gedrückt. Ausnahmslos seien Bäume im Kindes- und Jugendalter zu Tode gekommen. „Sie werden von klein an in so genannten Baumschulen gehalten, im Grunde sind das Baum-Gulags“, klagt Also die Massenbaumhaltung an. „Kein Vogel, der auf ihnen saß, kein Reh, das zwischen ihren Ästen durchschlüpfte, allein um vor Weihnachten abgeholzt zu werden ist der Zweck ihrer Existenz.“ Einzelne, in Töpfen angebotene Bäume, will die Baum-Brigade nun in den Wald zurückbringen. „Wir hoffen, dass sie es schaffen“, so Also. Für das Frühjahr haben die Aktivisten der WBBF bundesweit Befreiungsaktionen zur „Beendigung der leidvollen Knechtschaft von abertausenden Osterhasen“ angekündigt.

Wirtschaft

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