Bioreaktor im Bundestag: Verbalgülle wird zu Strom

28. November 2013

BERLIN(ur). Wird der Deutsche Bundestag bald ganz Berlin mit Energie versorgen? Ein Bioreaktor, der laut Koalitionsvertrag im Keller des Reichstags installiert werden soll, könnte es möglich machen. Der neuartige Reaktor sammelt den kompletten Mist, der mitunter in Debatten, Ausschüssen und Anhörungen abgesondert wird, und wandelt ihn in elektrische Energie um. „In Sitzungswochen rechnen wir mit einer Leistung von rund 1200 Megawatt“ erklärt Hannes Dampfer vom technischen Dienst des Bundestags. Damit könne in Berlin ein Großkraftwerk vom Netz genommen werden. Weitere Anwendung der neuen Technologie wären auch im Fernsehen möglich, ist Dampfer sicher. Dort könnte ein Bioreaktor an Vorabendserien wie „Die Geissens“ oder „Bauer sucht Frau“ angeschlossen werden. „Verbale Gülle ist ein in Unmengen vorkommender, aber noch viel zu wenig genutzter Rohstoff“, beklagt der Energieexperte. Sollte sich das Pilotprojekt im Bundestag bewähren, ist auch an eine private Nutzung gedacht. „Personen wie Lothar Matthäus sind mit einem Bioreaktor energietechnisch vollkommen autark“, so Dampfer.

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