Immer mehr Leih-Engel im Himmel

26. November 2013

EDEN(ur). Sie müssen die komplette Adventszeit ohne einen Ruhetag durcharbeiten, werden mies bezahlt und mit Fastfood-Manna abgespeist: Die Berichte des Engels Gabriel (Name von der Redaktion geändert) über die Arbeitsbedingungen im Himmel sind erschreckend. Besonders Leih-Engel schuften oft auf Teufel komm raus und müssen an jedem Tag fürchten, vor die Himmelspforte gesetzt zu werden. „Als Engel arbeitslos zu werden ist schrecklich, denn dann hat man ewig nichts zu tun“, beschreibt Gabriel die missliche Lage der Himmelsboten. Der Paradieswächter wirft Gott zudem vor, seit Himmelsgedenken festangestellte Engel zu entlassen und sie dann als billigere Leih-Engel wieder anzuheuern. Ein anderes Problem sei die mangelnde Wertschätzung der Menschen. „Seit Jahrtausenden sind wir jetzt unterwegs, den Erdenbürgern Geschenke zu bringen, Gutes zu tun und Wünsche zu erfüllen“, resümiert Gabriel. Aber Kriege, Hass und Zwietracht seien in all der Zeit nicht weniger geworden. „Langsam macht es keinen Spaß mehr“, so der Engel.

Menschen

Kommentare sind geschlossen.