Samenspender-Urteil: Sarah B. (22) muss ihren Vater nicht kennenlernen

26. Mai 2013

BERLIN(ur). Die Akne und das Schielen vom Papa, geerbt auch die mäßige Intelligenz , das ausgeprägte Phlegma, den Hang zur Unordentlichkeit und die Charakterzüge des Cholerikers: Jahrelang hat Sarah B. (22) dafür gekämpft, den Samenspender, der ihr Vater ist, nicht auch noch persönlich kennenlernen zu müssen. Jetzt hat sie einen Sieg vor einem Berliner Amtsgericht erzielt. Das Urteil verpflichtet den Samenspender, anonym zu bleiben. „Dass es jetzt sicher ist, dass mein Vater keinen Kontakt zu mir aufnimmt, ist eine große Entlastung“, so die Berlinerin. Manchmal sei es das Beste, so wenig wie möglich über seine eigenen Wurzeln zu wissen, um ein unbeschwertes Leben führen zu können. Nun möchte Sarah B. noch gerichtlich erwirken, nicht mehr von ihrer Verwandtschaft besucht zu werden.

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