Deutsch-Unterricht: Viele Schüler von Gedankenstrich überfordert

18. März 2013

MARZAHN(ur). Worauf ein Gedankenstrich verweist, ist vielen Schülern insbesondere in so genannten Brennpunktschulen nicht zu vermitteln, weil sie mit Nachdenken keinerlei Erfahrung haben. Deshalb soll nach einem Beschluss des Berliner Senats im Deutsch-Unterricht künftig auf den Gebrauch von Gedankenstrichen verzichtet werden. „Was ein Gedanke ist, wozu nachdenken führen kann – für viele Schüler gerade aus bildungsfernen Elternhäusern ist dies ein Rätsel“, erklärt eine Lehrerin einer Schule im Berliner Bezirk Marzahn, „Gedankenstriche schaffen nur Verwirrung.“ Viele Lehrer seien bereits froh, wenn die Schüler das Schwarze als Buchstaben identifizieren können. Oft scheitere der Gebrauch eines Buches bereits daran, dass viele Schüler vergeblich versuchen, durch ein Drüberstreifen mit dem Zeigefinger umzublättern. Zudem verlieren etliche Kinder das Interesse am Buch sobald sie merken, dass man es nicht lauter stellen kann.

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