Inder schinden sich für schnelle Google-Ergebnisse

12. März 2013

MOUNTAIN VIEW(ur). Nach Amazon gerät nun auch der Google-Konzern für seine ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in die Kritik. Für eine Suchanfrage sind oft nur zwei oder drei Inder zuständig, die in Windeseile das Web durchforsten und dann die Suchergebnisse auflisten. Hilfsmittel stellt der Internet-Konzern den Such-Arbeitern nicht bereit. Viele behelfen sich mit Zettelkästen oder mit handschriftlichen Notizen, um so noch schneller auflisten zu können, wo was im Netz zu finden ist. In einzelnen Fällen, in denen die Google-Sucher auf eine Suchanfrage kein einziges Ergebnis präsentieren konnten, soll Google die Arbeiter gezwungen haben, nach Feierabend weiter zu suchen. Zudem soll Google Minderjährige eingesetzt haben zur Erzeugung von Ergebnissen bei Suchanfragen mit Stichworten wie „Porno“ oder „Sex“. Vor diesem Hintergrund appelliert Amnesty International an alle Webnutzer: „Eine Google-Suchanfrage ist nicht folgenlos. Ein Klick und zwei Inder werden geschunden“, so die Menschenrechtsorganisation.

Wirtschaft

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