Globale Erwärmung: Luis Trenker im Permafrost entdeckt

3. Dezember 2012

JAKUTSK(ur). Wissenschaftler schlagen auf dem UNO-Klimagipfel in Doha Alarm: Die Erde könnte sich noch in diesem Jahrhundert um bis zu fünf Grad erwärmen – mit verheerenden Folgen. Schon heute sind die Auswirkungen der globalen Erwärmung unübersehbar. Jetzt hat der zu tauen begonnene russische Permafrost einen fast vollständig erhaltenen männlichen Leichnam freigegeben. Untersuchungen haben bestätigt, dass es sich bei dem Fund um Luis Trenker handelt. Ein internationales Archäologen-Team vermutet, dass der Bergsteiger, der 1990 in einer Gletscherspalte im Tessin verschollen war, mittels Kontinentaldrift in den russischen Permafrost geraten ist. In den kommenden Jahren müsse in Ostsibirien mit der Ankunft von weiteren alpin Verschiedenen gerechnet werden, so die Forscher. Die Wissenschaftler befürchten nun einen ähnlichen Medienhype wie vor einigen Jahren als in einem Gletscher in den Ötztaler Alpen die mumifizierte Leiche des Onkels von Johannes Heesters gefunden wurde. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten hat darauf hingewiesen, dass durch die natürliche Gletscherdrift das in der Schweiz geltende Leichenausfuhrverbot nicht unterlaufen werde. Russland  habe daher keinen Rechtsanspruch darauf, Trenker zurückzugeben.

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