Stasi-Spion bei Wallraff wurde ausspioniert

24. April 2012

Ein Stasi-Spion soll Günter Wallraff („Ganz unten“) ausspioniert haben. Das berichtet die WELT am SONNTAG. Wallraff hatte den als Ausländer verkleideten Geheimdienstmitarbeiter in den 80er-Jahren als Hilfskraft für die Unterstützung seiner Under-cover-Reportagen bei Thyssen angestellt. „Mehmet“, so der Deckname des Mitarbeiters, berichtet von menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung bei Wallraffs. „Mehmet“ musste für  „Ali“ Wallraff oft noch spät in der Nacht den künstlichen Schnurbart reinigen, für den nächsten Tag massenhaft Köfte zum Mitbringen für die Kollegen kochen und wurde angeschnauzt, wenn die Schuhcreme fürs Schminken aus war. Zeit für die Berichte an die Stasi blieb nicht. Daher stellte „Mehmet“ „Ahmet“ an – ein Spion des Bundesnachrichtendienstes, wie jetzt offengelegte Akten belegen. Oft zwang „Mehmet“ „Ahmet“ noch in derselben Nacht hundertseitige Dossiers nach Ost-Berlin zu schicken. In seinem jetzt erschienen Buch schildert „Ahmet“ die erschütternden Arbeitsbedingungen bei Thyssen,  „Ali“ und „Mehmet“.

Politik

3 Kommentare → “Stasi-Spion bei Wallraff wurde ausspioniert”

  1. LinQ 8 Jahrs ago  

    Das hab ich schon im Februar auf Aischegossip gelesen. Alda Hut.

  2. uli 8 Jahrs ago  

    Das ist ja Grass.