Untot an Deck

29. Januar 2012

Eine von den Angehörigen als vermisst gemeldete Ungarin, die angeblich auf dem gesunkenen Kreuzfahrtschiff Costa Concordia war, ist seit drei Jahren tot. Offenbar spekulierte die Familie auf Entschädigungszahlungen. Die wären allerdings so oder so unberechtigt gewesen. Tot sein auf einem Kreuzfahrtschiff ist allein noch kein hinreichender Grund, Ausgleichzahlungen zu fordern. Beim Großteil der Kreuzfahrer handelt es sich um Senioren. Die liegen dösend von morgens bis abends im Liegestuhl auf dem Sonnendeck, essen kaum etwas und verschwinden um 19 Uhr in der Koje. Für den Dienstleister fällt der Unterschied zum tatsächlich Hingeschiedensein nur marginal aus. Ein wirkliches Problem sind nicht die Scheintoten auf Kreuzfahrtschiffen, sondern die in den Amtstuben. Mancher Beamte stellt sich nach Erhalt eines Antragformulars reflexartig tot. Hier sollte über Entschädigungszahlungen für die Betroffenen nachgedacht werden.

Menschen

3 Kommentare → “Untot an Deck”

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