Toaster hört mit

29. Januar 2012

Google hat jetzt ein Patent für eine Methode angemeldet, mit der Haushaltsgeräte Daten ihrer Besitzer an den Internet-Konzern senden. Ausgestattet mit einem Mini-Funkmodul informieren Kühlschrank, Trockner oder Auto wie es ihnen gerade so geht und was sie im Moment machen. Wahrscheinlich ist mein Toaster bald auf Facebook. Muss ich demnächst mit einer Freundschaftsanfrage von meinem Bett rechnen? Datenschutzrechtlich tun sich damit ganz neue Fragen auf. Kann ich noch sicher sein, dass der Spiegelschrank in meinem Bad keine Fotos von mir ins Internet stellt? Und wenn Haushaltsgeräte mit Webplattformen kommunizieren, tun sie das dann auch unter einander? Verwehrt mir die elektronische Schließanlage den Zugang zu meiner Wohnung nachdem sie sich solidarisch mit meinem Heimtrainer erklärt hat, der heute Abend keine Lust hat? Ich habe mir angewöhnt, mich auch bei berechtigter Kritik in der Nähe meiner Hausgeräte nicht abfällig über diese zu äußern.

Wirtschaft

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