Nägel in Köpfen

26. Januar 2012

Mit einer Nagelpistole hat sich ein Amerikaner im Hobbykeller einen neun Zentimeter langen Nagel in den Kopf geschossen – und nichts gemerkt. Nachdem ihm übel geworden war ging der 32-Jährige zum Arzt, dort wurde der Metallstift entdeckt. Offenbar scheint das Oberstübchen des Amerikaners über weitläufige Hohlräume zu verfügen, sodass der Nagel keinen weiteren Schaden anrichtete. Wie viele Nägel könnte sich wohl Lothar Matthäus in den Kopf schießen? War Christian Wulff in letzter Zeit in seinem Hobbykeller? Und ließe sich damit erklären, warum ihm nicht in den Sinn kommt zurückzutreten? Dem gemeinen Amerikaner wird eine gewisse Geistesleere nachgesagt. Hätte der Nagel überhaupt entfernt werden sollen? Grundsätzlich ist es ja nicht schlecht, überhaupt etwas im Kopf zu haben. Dem neurobiologisch ungebildeten Laien kommt der Gedanke, der Nagel könnte wie ein zur Materie gewordener Geistesblitz wirken. Hat der Stift erst einmal eingeschlagen, kommt selbst ein eher mäßig umtriebiges Gehirn nicht an der Frage vorbei, ob mit dem Hohlraum vielleicht doch noch was Sinnvolles anzufangen wäre. Die Wendung „Nägel mit Köpfen machen“ gewinnt vor dem Hintergrund der Vorkommnisse eine völlig neue Bedeutung.

Menschen

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